BUND Ortsgruppe Pfinztal

"Artenvielfalt vor der Haustür"

 (BUND Pfinztal)

Unter diesem Titel stellte Marianne Rahn am 29.3.19 im vollbesetzten Bürgerhaus in Söllingen die Ergebnisse aus 11 Jahren "Tag der Artenvielfalt" in Pfinztal vor. Bei dieser einmal jährlich, jeweils auf einer anderen Biotopfläche, vom BUND Pfinztal durchgeführten Aktion wurden bisher insgesamt 576 Tierarten und 257 Pflanzenarten entdeckt und bestimmt.
Eine vielfältige Auswahl daraus - von der Grünen Zwergzikade bis zum Hirschkäfer, von der Gemeinen Breitstirn-Blasenkopffliege bis zum Wasserskorpion, vom Springfrosch bis zur Schlingnatter - wurde im Bild vorgestellt und erläutert.
Leider ist auch in Pfinztal ein deutlicher Rückgang bei der Artenvielfalt zu verzeichnen; so haben sich in weniger als 10 Jahren sowohl die Sammelergebnisse an den Amphibienschutzzäunen als auch die Zahlen der bei abendlichen Nachtfalter-Aktionen an die Lichtfalle anfliegenden Falter nahezu halbiert.
Hauptursachen dafür sind zum einen der Lebensraumverlust durch die wachsenden Siedlungs- und Verkehrsflächen - in Deutschland hat in den letzten 25 Jahren die Siedlungsfläche um mehr als 30 %, die Verkehrsfläche um 10 % zugenommen -, zum anderen die intensive Landwirtschaft mit Monokulturen und hohem Pestizideinsatz.
Hier ist insbesondere die Europäische Agrarpolitik gefordert, die Rahmenbedingungen hin zur Förderung einer ökologisch verträglichen Landwirtschaft zu ändern. Aber auch jeder einzelne kann einen Beitrag gegen das Artensterben leisten, indem er in seinem Garten heimische Sträucher sowie Nektar und Pollen spendende Blumen anpflanzt, seinen Rasen durch seltenere Mahd zur Wiese sich entwickeln lässt und auf tote Schotterflächen verzichtet.

Fotos einiger der im Vortrag behandelten Arten

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